Morbus Addison:

Unter diesem Krankheistbild versteht man einen Mangel an Cortsiol, sowie Aldosteron. Es wird der primären NNR-Insuffizinez Form zugeordnet.

Ursachen:

  • Autoimmunologisch ( 70-80%)
  • Tuberkulose ( 20%)
  • AIDS
  • Selten durch Infiltrate bei Leukämie, Metastasen bei Carzinomen,Sarkoidose und Hämochromatose
  • Einzelfälle: Adrenoleukodystrophie, neurologische Störung die eine spastische Lähmung des Areals zur Folge hat, Polyneuropathie

    Beschwerden:

    Diagnostik:

    ACTH Test:
    Sie dürfen in der Früh Ihre Cortsioldosis nicht einnehmen, wobei zuvor mit dem Arzt abgesprochen werden kann, das Sie eine bestimmte Menge an Cortisol doch einnehmen. Man kann diese Menge danach bei der Berechnung abziehen und kommt auf das gleiche Ergebnis.
    Sie müssen nüchtern sein.
    In der Praxis müssen Sie ca 20-30 Minuten liegen, damit ihr Körper keinen Streß verspürt und die Spiegel auf Ihre Grundeinstellung gehen.
    Ihnen wird eine Nadel gelegt
    Nach dreißig Minuten Liegen wird Ihnen das erste Mal Blut abgenommen, danach bekommen Sie ACTH gespritzt.
    Möglicherweise bekommen Sie im Oberbauch ein brennendes Gefühl und Ihnen wird leicht schwindlig. Das sind normale Nebenwirkungen,die schnell verschwinden. ACTH werden in der Literatur keine weiteren Nebenwirkungen zugeschrieben.
    Nun werden jeweils alle dreißig Minuten Blut abgenommen für einen Zeitraum von 1 1/2 Stunden.
    Danach ist der Test fertig, Sie dürfen essen und sich für den bestandenen Test belohnen :-)

    Ich selbst hatte während dem Test Brennen im Oberbauch. Nach dem Test, zwei Tage lang Schmierblutungen, für drei Wochen Sodbrennen und meine Zyklus kam durcheinander.

    Therapie:

    Autoimmune Prozeße:

    Der Hauptverursacher von Morbus Addinson ist heute nicht mehr die TBC, sondern Autoimmunprozeße. Das bedeutet die Immunabwehr des Körpes, sieht körpereigenes Gewebe als fremdartig und feindlich an. Die Folge ist, das Immunsystem bildet Antikörper gegen besagtes Gewebe, in diesem Fall die NNR, und zerstört es.
    Dieser Vorgang kann über Jahre hinweg schleichend verlaufen, oder in einem kurzen Zeitraum. Autoimmunerkrankungen können aber auch einfach ihr schädliches Tun stoppen.
    Von daher kann man zu Beginn der Krankheit nicht sagen, in welchen Zeitraum sie wie stark verlaufen wird.
    Autoimmunerkrankungen werden oft erst nach Jahren der Krankenbeobachtung diagnostiziert.

    Zu Anfang setzen sich sogenannte lyphozytäre Infiltrate ( = Teile von weißen Blutkörperchen) in das Gewebe, dann folgt die krankhafte Veränderung des Gewebes und dessen Zerstörung der Zellen, sowie eine Art der "Verklebung und Stockung" des Gewebes (= Fibrinosierung).
    Im Unterschied zur TBC-Form wird bei der autoimmunen Form nur die NNR befallen. Das NNM wird weitesgehend nicht befallen.
    Das erklärt auch, warum nicht jeder Morb. Addison Patient eine Störung des Adrenalinhaushaltes haben muß.

    Eine bestimmte genetische Konstellation ( HLA-B8 und -DR2) und weibliches Geschlecht scheinen als verstärkender Faktor zu agieren, da ist man sich aber nicht ganz sicher.
    Im Regelfall finden sich Antikörper im Blut, aber 20 Porzent der Betroffenen haben diesen Antikörpernachweis nicht und sind trotdem daran erkrankt.
    Diese Personengruppe bekommt ihre Diagnose meist erst im Laufe der Zeit.
    Allerdings steht in der Fachliteratur, das sie als diagnostisches Mittel richtungsweisend sind. Jedoch weiß man daß die Höhe der Antikörper über Jahre sehr gering sein kann und nicht mit dem Schweregrad und der Dauer des Krankheitsbildes übereinstimmen müssen.

    Häufig finden sich auch Antikörper gegen andere hormonellen Gewebe wie das der Schilddrüse, Zellen der Nebenschilddrüse, genauso wie Zellen von den Eierstöcken, Parietalzellen und Inselzellen.

    Beschwerdebild:
    Siehe Morbus Addison

    Diagnostik:

    Therapie:


    Meist wird Hydrocortison in einer Dosierung von 20-40 mg pro Tag gegeben. Damit wird der Ausfall von Mineralkortikoiden vorgebeugt, da Cortsiol eine entzündungshemmende Wirkung hat. Man versucht mit dieser Therapie einerseits das Cortisoldefizit zu beheben und andererseits das Voranschreiten der Autoimmunkrankheit zu verzögern.
    Bisher kann man Autiommunkrankheiten nicht heilen und die einzige Therapieform ist die der Cortisongabe.
    Daher ist es auch nicht verwunderlich das viele Morb. Addison Patienten mit einer täglichen Cortisongabe von 25 mg Hydrocortison nicht zurecht kommen und die Beschwerden nicht nachlassen. Logisch, denn der Körper nimmt das Cortisol eben auch als Gegenmittel für den autoimmunen Prozeß, darum bleibt für die Grundversorgung nicht genug über.
    Zum besseren Verständnis:
    Sie müssen sich das so vorstellen, daß eine Autoimmunkrankheit mindestens soviel Cortison zusätzlich verbraucht, wie eine Erkältung.

    Regelmäßige Elektroylte -und Blutdruckkontrollen sind Standard.
    Die erhöhte Infektanfälligkeit, infolge der allgemeinen Schwäche, auch ein Hinweis auf die Abwehrschwäche des Immunsystems durch die endokrine Erkrankung, muß sorgfältig kontrolliert werden. Bei einer Infektion erfordert es einer sehr konsequenten therapuetischen Vorgehensweise.

    Wörterbuch:

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