Hallo Natascha,

durch Zufall bin ich auf deine Webseite gelangt und habe mit großem Interesse deine Seiten gelesen.
Ich würde dir gerne meinen Erfahrungsbericht schreiben.

Ich bin weiblich,43 Jahre alt und Mutter von 2 Kindern,17 und 13 Jahre alt.

Schon als Kind war ich immer hochaufgeschossen und dünn,daß meine Großmutter mal mit Erschrecken meinte,ich würde Zuhause nichts zu essen bekommen.

1982,da war ich gerade mal 19 Jahre alt,sprach mich dann auch eine Bekannte mal darauf an,zum einen wegen meiner Magerkeit(bei einer Größe von 1,72,58 Kilo) und zum anderen wegen meinem doch ziemlichen geschwollenem Hals,das es sinnvoll wäre, meine Schilddrüse untersuchen zu lassen.

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich niemals Beschwerden gehabt,aber hörte auf den Rat meiner Bekannten und ging zum Arzt.

Das war das erste Mal,daß ich bei einem Endokrinologen war.
Er diagnostizierte damals eine Vergrößerung und verschrieb mir Jodthyrox.Nach drei Monaten wollte er mich wiedersehen um zu schauen,wie die Tabletten angeschlagen haben.

In diesen drei Monaten habe ich unter Einnahme dieser Tabletten übelst abgenommen,wog nur noch an die 50 Kilo.

Als ich dann nach den besagten drei Monaten wieder bei meinem Arzt vorsprach,war er sowas von erschrocken über meinen extremen Gewichtsverlust,daß er die Tabletten sofort absetzte und mir sattdessen nur noch Jodetten verabreichte.

Die nahm ich dann auch fleißig Jahr für Jahr ein,und jedes Jahr ging ich zur Kontrolle.Mir ging es gut,ich hatte zuvor ja auch nie Probleme gehabt,die Schilddrüsenvergrößerung ging zurück,also alles war im grünen Bereich.

1989 kam dann meine Tochter zur Welt,während der Schwangerschaft war ich wieder Zur Kontrolle,alles war und blieb wie vorher,keine Verschlechterung.

Dann 1993 kam mein Sohn zur Welt und da fingen die Probleme an.10 Wochen nach der Geburt mußte ich mich operieren lassen,Verdacht auf Gebärmutterhalskrebs,was sich aber Gott sei Dank als blinder Alarm rausstellte.

Kaum war ich wieder Zuhause ging es mir plötzlich sauübel,ich sehe es heute noch vor mir,wie ich meinen Sohn wickel und plötzlich Herzrasen kriege, mein Puls schnellte hoch, derSchweiß brach mir aus,ich bekam eine richtig fiese Panickattake,ich dachte ich hätte einen Herzinfarkt,es fühlte sich einfach nur schrecklich an.

Meine Symptome fingen an mit Herzrasen, Herzstolpern, Panikzustände, Depressionen bis hin zu Agressionen. So manchens Mal hätte ich mir gewünscht,ich wäre tot,denn das war kein Leben mehr was ich da lebte,das war nur noch ein dahinsiechen.

Über ein halbes Jahr lang rannte ich von einem Arzt zum nächsten,zu guter Letzt landete ich bei einem Psychiater,weil kein Arzt irgendetwas bei mir feststellen konnte.

Kurze Zeit darauf hatte ich mal wieder einen Termin bei meinem Frauenarzt und als er sich meine Geschichte anhörte,tippte er sofort auf Hormone.
Ich bekam eine andere Antibabypille und was soll ich sagen, nach drei Monaten war ich beschwerdefrei.<7i>

1996 dann fing der ganze Mist wieder an Herzrasen, Hitzewallungen,die ganze Palette halt.
Der Frauenarzt machte das erste Mal eine Hormonbestimmung bei mir und siehe da,ich produzierte kaum noch eigenes Östrogen,für eine Frau von gerade mal 33 Jahren schon sehr schockierend,wie ich damals fand.

Ich bekam von da an keine Antibabypille mehr,sondern nur noch Hormone gegen Wechseljahrsbeschwerden. Das ganze ging dann auch ein paar Monate recht gut,Beschwerden verschwanden fast,und dann kam der Knaller.

1997 dann der totale Zusammenbruch, mit Notarzt ins Krankenhaus.
Und wie sollte es anderes sein, sie fanden natürlich NICHTS.
Hätte ich mir ja denken können.

Ich also wieder alle Ärzte durchgemacht,auch den Endokrinologen,aber nichts fand sich. Dann hatte ich Hitzewallungen,über 7 Stunden im 5 Minutenrythmus,Herzschmerzen.
Mir war zu sterben elend, und dann mußte ich mir noch von meinem Frauenarzt,der mich jahrelang betreut hat,anhören lassen, daß meine Symptome auf keinen Fall von den Hormonen kämen, Punkt Aus.

Das war für mich der Grund,nach über 16 Jahren meinen Frauenarzt zu wechseln.

Ich fand auch relativ schnell einen guten Ersatz und er sagte mir sofort,daß meine Beschwerden durchaus von Hormonen kommen können und hatte mit dem Wechsel des Hormonpräperats bei mir sofort einen Glückstreffer gelandet.

7 ganze Jahre ging es mir gut, bis auf kleine Wehwechen waren meine Beschwerden kaum nennenswert. Und ich ging immer noch fleißig zur Schilddrüsenuntersuchung und nahm immer noch fleißig meine Jodtabletten.

2004 ließ ich mich dann sterilisieren und exakt drei Monate nach der Steri fing wieder alles von vorne an.
Ich rannte meinem Frauenarzt bald jeden 2 Monat die Türe ein.
Ich probierte innerhalb eines ganzen Jahres 5 verschiedene Hormonpräperate,die einen verursachten ständig Zwischenblutungen.
Sprach ich meinen Arzt darauf an, kam er mit irgendwelchen Lehrbücher und Bildchen um mir weiszumachen,daß Zwischenblutungen nichts schlimmes sind.
Die anderen lösten eine Periode aus,die länger als 10 Tage anhielt, auch da wollte er mir weismachen,daß es nichts ungewöhliches wäre, 10 tage oder noch länger seine Periode zu haben.

Das war mal wieder ein Grund meinen Frauenarzt zu wechseln. Zwischenzeitlich war ich dann letztes Jahr im April mal wieder bei meinem Arzt,wegen der Schilddrüse,aber auch da wurde nichts festgestellt.
Jetzt nehme ich seit über einem Jahr keine Jodetten mehr,ich habe sie einfach abgesetzt,da mein Endokrinologe vor ein paar Jahren mal meinte, rein theoretisch bräuchte ich bei meinen Werten überhaupt nichts mehr nehmen.
Nun,und somit hatte ich letztes Jahr nach der Untersuchung einfach damit aufgehört,weil er diesbezüglich auch nichts mehr verlauten ließ.

Seit Januar diesen Jahres(2006) habe ich nun einen neuen Frauenarzt und somit auch eine neue Hormontablette,sie ist verträglich und ich kann weder negatives noch postives im Zusammenhang der Pille erkennen.

Mitte August hat es mich wieder kalt erwischt.
Wie immer aus heiterem Himmel bekam ich plötzlich Herzrasen, Panikattake, Angstzustände.
Dieser Zustand hat sich fast eine ganze Woche gehalten und dann kamen die Hitzewallungen.
Alles klar, hab ich gedacht, es sind mal wieder die Hormone.

Ich also wieder zu meinem Frauenarzt, der hat dann auch trotz Pillen eine Hormonbestimmung veranlasst, aber fragte mich im selben Atemzug, ob ich mich schon mal auf meine Schilddrüse hätte untersuchen lassen.
Er erklärte mir,das die Schilddrüse fast die selben Syptome haben und mein Herzrasen würde doch eher auf das schließen.

Ein paar Tage später waren die Blutergebnisse da und zu meiner allergrößten Enttäuschung sind es nicht die Hormone.
Das Labor riet meine Arzt im Begleitschreiben,mich auf die Schilddrüse untersuchen zu lassen.

Und genau zu diesem Zeitpunkt stieß ich jetzt auf deine Homepage und habe festgestellt, daß soviele Beschwerden auf mich zutreffen.
Ich habe das typische Knotengefühl im Hals, wenn ich den Kopf nach unten senke, fühlt sich mein Hals unheimlich dick an.
Hitzewallungen kommen und gehen, wie es ihnen beliebt.
Seit drei Monaten habe ich Probleme mit meiner Periode, schon um den Eisprung herum habe ich totales Brustspannen, das es nicht mehr zum aushalten ist,und trotzdem kommen sie seit drei Monaten mit totaler Verspätung, ich bin antriebslos und manchmal auch wieder total hyperaktiv.
Depressiv und Tage später total agressiv.
Seit über drei Monaten habe ich eine totale Sexunlust und das erkläre mal deinem Partner, obwohl ich sagen muß,daß mein Partner totales Verständniss dafür hat,aber leider auch nicht in der Lage ist,mir zu helfen, außer seelisch eben.

Dienstag war ich dann bei meiner Hausärztin, Internistin, der habe ich alle so geschildert wie hier oben ,naja, was soll ich sagen.
Das erste was sie mich dann fragte,wie es denn so wäre,als alleinerziehende Mutter von 2 Teenagern.
Oh mann,ich dachte nur,wenn die jetzt mit der Psychoschiene anfängt,krieg ich einen Schreikrampf.

Fakt ist,es KÖNNTE die Schilddrüse sein, das wissen wir aber erst nächste Woche,denn dann muß ich zur Blutabnahme und Ultraschall.
Und ich habe jetzt schon unheimlich Schiss davor,das es NICHT an der Schilddrüse liegen könnte,weil ich mich dann frage,ob ich nicht doch psychisch gestört bin.

Im Moment gehtís mir nicht so besonders,habe dauerhaft Kopfweh und meine Gedanken kreisen ständig um mein Wohlbefinden und ich wünsche und hoffe so sehr,das es letztendlich doch an der Schilddrüse liegt,denn so langsam aber sicher gehe ich kaputt an meinem Zustand.

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