Radiojodtherapie = RJT

Die Radiojodtherpie erfreut sich in den letzten Jahren immer mehr Zulauf.
Sie hat durchaus ihren Sinn und ihre Berechtigung da sie für SD-Krebspatienten überlebenswichtig ist.

Auch bei manch anderen SD-Erkrankungen kann sie hilfreich sein. Jedoch ist eine genaue, strenge und eng begrenzte Indikation zu stellen.

Bei den autoimmunen SD Erkrankungen haben mir Patienten von Nebenwirkungen berichtet.
Das Schlimmste jedoch war für die autoimmun Betroffenen, das die anschließende Einstellung mit SD-Hormonen eine wahre Qual für sie war.
Denn alle schilderten das gleiche Problem: sie hatten massivste Schwankungen der TSH und t3, t4 Werte innnerhalb kürzester Zeit.

Kürzeste Zeit heißt hier innerhalb von 4-5 Tagen, was an sich völlig ungewöhnlich ist, da die Spiegel eine zeitlang brauchen um sich aufzubauen.

Daraufhin sprach ich Endokrinologen auf diese Thematik an und mir wurde gesagt das diese starken Schwankungen und schwere Einstellbarkeit eine Folge der RJT bei autoimmunen SD-Erkrankungen sein können.
Gelesen hab ich das bisher nirgendwo, darum schreibe ich das hier auf.

Nebenwirkungen der RJT:

Wie wird eine RJT durchgeführt?

Bei der RJT handelt es sich um eine radioaktive Bestrahlung.
Aber diese Bestrahlung erfolgt nicht von außen mit einer Apperatur, sondern von innen heraus.

Der Patientn nimmt eine mit Radioiod angereichterte Kapsel ein. Diese nimmt den normalen anatomischen Weg und Stoffwechselverlauf des Jods.
Damit reichert sich das radioaktive Jod in jodspeichernden Krebszellen und natürlich auch dem SD-Gewebe an und zerstört es durch die radioaktive Strahlung.

Die sogenannte Beta-Strahlung die das Iod aussendet, hat im Gewebe eine Reichweite von wenigen Millimetern.
Der Therapie müssen gründliche Voruntersuchungen vorausgehen, damit die richtige der Berechnung der zu verabreichenden Strahlendosis stimmt, ansonsten können schwere Strahlenschäden auftreten.

Für Sie als Patient ist es wichtig sich zuvor Informationen einzuholen und genau nachzufragen, was auf Sie zukommt.
Fragen Sie die Ärzte direkt: "Warum ziehen Sie die RJT der OP vor?" oder "Würden Sie an meiner Stelle die RJT durchführen lassen, anstatt eine OP durch einen guten Operateur?"

Lassen Sie sich genau über Nebenwirkungen und deren Dauer aufklären und holen Sie sich gleichzeitig zwei Meinungen ein:
Einmal die eines SD-Operteurs und die eines Radiologen.

Entscheiden sollten Sie in Ruhe. Lassen Sie sich nicht drängen, denn es ist Ihr Körper und Ihr Leben!

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